Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft


Projektstatus:

 

Das Projekt wurde zum 31. 03. 2010 abgeschlossen.

Die Homepage wird nicht weiter gepflegt.


Die Dokumentation der Abschlusstagung

finden Sie hier 

 

 

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an

Dr. Inken Lind 

mail: inken.lind@gesis.org

 


 

(Kinder-) Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft

Forschungsergebnisse und Konsequenzen

am 05.und 06.10.2009 in Bonn

 

Die generativen Entscheidungen und der Zusammenhang zwischen den konkreten Beschäftigungsbedingungen und Elternschaft des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen waren Gegenstand einer Tagung, die am 5./6. Oktober 2009 im Wissenschaftszentrum in Bonn stattfand. Es handelte sich um die gemeinsame Abschlusstagung der zwei thematisch eng verbundenen empirischen Forschungsprojekte „Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft“ (GESIS, Bereich CEWS, Bonn) und „Wissen- oder Elternschaft? Kinderlosigkeit und Beschäftigungsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen in Deutschland“  (TU-Dortmund, HDZ). Beide Projekte sind vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert im Programm „Frauen an die Spitze“ im Rahmen des Förderbereichs „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“. Die Thematik der Tagung ist auf große Resonanz gestoßen, sowohl hinsichtlich der Anzahl der Teilnehmer/innen als auch in der Presse.

  

Zielsetzung der Tagung war es, auf der Grundlage neuester Ergebnisse und belastbarer Datensätze Ursachen und Zusammenhänge für den hohen Anteil kinderloser Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen darzustellen und aufzuzeigen, welche Rahmenbedingungen und organisationalen sowie individuellen Aspekte die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Arbeit und Elternschaft erschweren oder aber ermöglichen. Die Analyse erfolgte aus zwei Perspektiven: Zum Einen über die Auswertung statistischer Daten zu den Kindern des wissenschaftlichen Personals in acht Bundesländern, zum Anderen durch die Betrachtung der individuellen Lebenssituationen und beruflichen wie generativen Entscheidungen von über 8.000 Wissenschaftler/innen.

 

Als Tagungsauftakt fand am Nachmittag des 5. Oktober eine hochrangig besetzte Diskussionsrunde unter dem Motto statt: Jung – Dynamisch – Kinderlos? Akademische Eliten und Elternschaft. Die spezifische Situation innerhalb der Wissenschaft sowie die gesellschaftlichen Kontextfaktoren wurden von den namhaften FamiliensoziologInnen Frau Prof. Dr.  Elisabeth Beck-Gernsheim, Herrn Prof. Dr. Hans Bertram, Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Rosemarie Nave-Herz und dem Vorsitzenden des Wissenschaftsrates Herrn Prof. Dr. Peter Strohschneider diskutiert.

Der zweite Veranstaltungstag war zunächst der Darstellung der beiden empirischen Projekte gewidmet. Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel und ihre Mitarbeiterinnen Petra Selent und Dr. Ramona Schürmann sowie Dr. Inken Lind stellten die Projekte, die aktuellen Erkenntnisse und abgeleitete Handlungsempfehlungen vor. Ergänzt wurde dies durch einen Blick auf die Situation in Frankreich und einen Vortrag von Dr. Catherine Marry vom CNRS in Paris sowie durch einen vertiefenden Vortrag zur Psychologie des generativen Verhaltens von Frau Ute Kraus von der Universität Leipzig. Den Abschluss der Tagung bildete eine Diskussionsrunde zu den hochschulpolitischen Konsequenzen der vorgestellten Ergebnisse u.a. mit der Vorsitzenden der Hochschulrektorenkonferenz Frau Prof. Dr. Margret Wintermantel, der Leiterin des CEWS, Frau Jutta Dalhoff, der Vertreterin des BMBF Frau Christina Hadulla-Kuhlmann sowie der Wissenschaftlerin Frau Dr. Erika Linz. Die Tagung wurde moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Svenja Üing.



 

Die Tagungsdokumentation finden Sie in Kürze auf den beiden Projekt-Homepages.

 

 

Die Projekte:

Das Projekt „Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft“ (BAWIE) unter der Leitung von Dr. Inken Lind zielt auf die Erfassung der zugrundeliegenden individuellen Entscheidungsprozesse und organisationalen Strukturen an den Universitäten in Deutschland, die eine Entscheidung für Kinder und die Verbindung von wissenschaftlicher Arbeit und Familienverantwortung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beeinflussen.

www.bawie.de

 

In dem Projekt „Wissen- oder Elternschaft?“ unter der Leitung von Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel werden Zusammenhänge zwischen Beschäftigungsbedingungen und Elternschaft von Wissenschaftler/inne/n im Vergleich der Universitäten und Fachhochschulen in acht ausgewählten Bundesländern untersucht. Es handelt sich um die Totalerfassung des wissenschaftlichen Personals in 2006 (und 2003 bzw. 1998) über die Landesämter für Statistik sowie über die für die Erfassung der Kinder zuständigen Bezügestellen der Bundesländer.

http://www.hdz.uni-dortmund.de/index.php?id=wissen-elternschaft

 

 

Presseecho:

Angst vor dem Karriere-Knick nach Familiengründung
Viele Wissenschaftler verzichten wegen unsicherer Berufsperspektiven auf Kinder
Bonner General-Anzeiger, 07.10.2009
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10004&detailid=648083

Mittelbau bleibt lieber kinderlos
Expertinnen über die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/1998557_Interview-Mittelbau-bleibt-lieber-kinderlos.html

Unsicherer Job bremst Kinderwunsch
Wissenschaftlicher Nachwuchs ohne Nachwuchs
Von Karl-Heinz Heinemann
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1046118/

Zwischen Wissenschaft und Wickeltisch

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4000386,00.html

 

 




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