In jedem Bundesland wird eine Auswahl an Hochschulen getroffen und das gesamte wissenschaftliche Personal dieser Institutionen erfasst. Die Rekrutierung der Stichprobe erfolgt über die Vorlesungsverzeichnisse und Internetseiten der jeweiligen Universitäten. Um eine möglichst große Zielstichprobe zu erhalten, werden ca. 40.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler per E-Mail mit der Bitte um Beteiligung an der Studie angeschrieben.
In die Stichprobenziehung werden neben Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen mit einer Professur auch Nachwuchswissenschaftler beiderlei Geschlechts einbezogen, da auf den unteren und mittleren Stufen der Wissenschaftskarriere eventuelle Familienbildungsprozesse stattfinden, gleichzeitig auch wichtige wissenschaftliche Qualifikationsstufen zu durchlaufen sind und in diesen Karrierestufen die Dropout Rate aus der Wissenschaft hoch ist. Alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben zur Zeit der Befragung eine Stelle an einer der ausgewählten Universitäten. Die Befragung ist unabhängig von der Kinderzahl, sowohl kinderlose Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch Mütter und Väter werden für die Studie rekrutiert.
Die Vorteile dieses Stichprobenplans liegen in der Konzentration auf einzelne Institute, aufgrund derer die Stichprobenrekrutierung in fokussierter Form stattfinden kann. Direkte Vergleiche der Fachkulturen innerhalb einer Institution sind möglich. Des Weiteren ergeben sich Erkenntnisvorteile durch den Vergleich der verschiedenen Institutionsformen mit ihren spezifischen Merkmalen.