Das methodische Design wurde so gewählt, dass einerseits schnell erste Ergebnisse über eine große Anzahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorliegen, andererseits in sich anschließenden Erhebungs- und Auswertungsphasen vertiefte Erkenntnisse gewonnen werden können. Daher unterteilt sich der Forschungsablauf in einen quantitativen und einen qualitativen Erhebungs- und Auswertungsteil.
Die Untersuchung sieht in einem ersten Schritt eine Online-Umfrage vor, die der Erhebung der aktuellen Situation dient und aufgrund der Stichprobengröße eine Hochrechnung auf die Grundgesamtheit erlaubt. Im Rahmen der Stichprobenrekrutierung werden ca. 40.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 19 ausgewählten Universitäten aus dem ganzen Bundesgebiet persönlich per E-Mail angeschrieben und um Beteiligung an der Studie gebeten. Es handelt sich um eine Vollerhebung des wissenschaftlichen Personals an den ausgewählten Institutionen. Ziel ist es, männliche Wissenschaftler in gleichem Umfang in die Erhebung einzubeziehen und über eine möglichst große Stichprobe differenzierte Daten zu erheben.
In einem zweiten Studienabschnitt wird eine qualitative Erhebung mit halbstrukturierten Interviews an 70 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse der Online-Befragung finden Eingang in die Konzeption der qualitativen Interviewstudie und erfahren ihrerseits eine Vertiefung und Ergänzung.